Alles scheint gut zu sein: keine Streitereien, gegenseitiges Verständnis, Stabilität.
Aber eine seltsame, unerklärliche Sehnsucht steigt im Innern auf, und die Hand selbst streckt sich aus, um an einem leeren Ort einen Skandal auszulösen oder sich in der Stille zu entfernen, berichtet der Korrespondent von .
Dies ist keine Undankbarkeit, sondern ein komplexer Mechanismus der Psyche, die das stille Glück oft mit einer gefährlichen Komfortzone verwechselt, aus der man ausbrechen muss, um „aufzuwachen“. Die Wurzeln dafür liegen oft in der Kindheit, in der Liebe nicht mit Sicherheit, sondern mit Spannung verbunden war: Man musste verdienen, kämpfen, leiden.
Pixabay
Ruhiges erwachsenes Wohlbefinden scheint verdächtig, das Gehirn wartet auf einen Haken. Und um wieder in den gewohnten, wenn auch schmerzhaften Trott zu kommen, beginnt es unbewusst Probleme zu schaffen, Konflikte zu provozieren oder sich abzukühlen.
Psychologen nennen dies „vor dem Erfolg weglaufen“. Die Person befürchtet unbewusst, dass sie einer so guten Behandlung nicht würdig ist, dass Vergeltung folgen wird oder dass sie langweilig ist.
Sabotage wird zu einer Art Selbstbestrafung und einer Möglichkeit, zu einem vertrauten Stressniveau zurückzukehren, das irgendwie als „echter“ und sicherer empfunden wird. In einem Punkt sind sich die Experten einig: Das Erkennen dieses Mechanismus ist bereits der halbe Weg zu seiner Überwindung.
Es ist wichtig, sich selbst in dem Moment zu ertappen, in dem man Mist bauen will, und sich die Frage zu stellen: „Was fühle ich gerade wirklich? Bin ich ängstlich? Gelangweilt? Glaube ich nicht, dass dies von Dauer sein wird?“. Eine ehrliche Antwort ermöglicht es Ihnen, den aktuellen Moment vom alten Schmerz zu trennen.
Die persönlichen Erfahrungen derjenigen, die gelernt haben, Wohlbefinden zu akzeptieren, legen nahe, dass sie ihr Nervensystem neu erlernen müssen. Sich selbst die Erlaubnis zu geben, die Liebe einfach so zu empfangen, wie sie ist, ohne Prüfung oder Leiden.
Dies erfordert Zeit und die Praxis des Selbstmitgefühls, bei der Sie Ihre inneren Ängste beruhigen, anstatt in der Außenwelt nach Gründen zu suchen, sie zu bestätigen. Wenn Sie aufhören, Ihr Glück zu sabotieren, kehrt nicht nur Frieden ein, sondern auch tiefe, stille Freude in Beziehungen.
Man lernt, den Augenblick zu genießen, ohne einen Schlag von hinten zu erwarten. Und dieses Gefühl der Sicherheit wird zur Grundlage, auf der Sie alles aufbauen können – es löst keine Panik mehr aus, sondern gibt Ihnen die Kraft für echtes Wachstum.
Lesen Sie auch
- Warum wir Trennungsrituale für einen Tag brauchen: Wie kleine Verabschiedungen die Kommunikation über große Entfernungen am Leben erhalten
- Warum deine Stärken zum Stressfaktor werden: Wie die Stärken deines Partners zu Schwächen werden

