Warum dein bestes Selbst für Fremde bleibt: Wie wir uns in Beziehungen Dinge erlauben, die wir in der Öffentlichkeit nicht zulassen würden

Mit Kollegen sind Sie ein Vorbild an Geduld, mit Freunden sind Sie ein witziger und lockerer Gesprächspartner, aber zu Hause können Sie Ihren Lieblingsmenschen wegen einer Kleinigkeit anschreien oder den ganzen Abend auf Ihr Telefon starren.

Dieses Paradoxon ist keine Heuchelei, sondern ein trauriger Beweis dafür, dass wir Beziehungen oft als einen Ort wahrnehmen, an dem man sich im schlimmsten Sinne des Wortes „entspannen“ kann, berichtet der Korrespondent von .

Wir glauben fälschlicherweise, dass ein liebender Mensch dazu verpflichtet ist, uns in jeder Hinsicht zu akzeptieren, einschließlich unserer unangenehmsten Seiten. Und statt das Beste ins Haus zu bringen, bringen wir Müdigkeit, Gereiztheit und den emotionalen Abfall des Arbeitstages mit nach Hause.

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Das Haus wird zur Müllhalde für Negativität und der Partner zu einer klaglosen Weste, in der man weinen und schreien kann. Psychologen erklären dieses Phänomen mit der Erschöpfung der Ressource der Selbstkontrolle.

Tagsüber, in der Kommunikation mit der Außenwelt, verwenden wir all unsere Energie darauf, uns den gesellschaftlichen Normen anzupassen. Zu Hause, in der Sicherheit, wird diese Kontrolle ausgeschaltet, und die angesammelte Spannung wird abgebaut.

Der Partner bekommt ein „ehrliches“, aber emotional unkontrollierbares Monster. Experten für emotionale Intelligenz raten, eine Pufferzone zwischen Arbeit und Privatleben zu schaffen.

Stürmen Sie nicht mit Beschwerden herein, sondern gönnen Sie sich 20 Minuten Ruhe, duschen Sie, ziehen Sie sich um – ziehen Sie symbolisch Ihre „Arbeitshaut“ aus. Das ist ein einfaches Ritual, das Ihnen hilft, einen anderen Gang einzulegen und Ihren Lieben nicht als Hülle, sondern als Mensch zu begegnen.

Es ist wichtig, sich daran zu erinnern, dass Ihr Partner nicht Ihr Eigentum oder ein Therapieersatz ist. Auch seine Psyche ist zerbrechlich, und ständige emotionale Zusammenbrüche ihm gegenüber verursachen echte Wunden.

Respekt ist nicht nur etwas für Fremde. Er gilt in erster Linie denjenigen, die uns am nächsten stehen, denn sie sehen uns als real an, und unsere Verantwortung ihnen gegenüber wird nur noch größer.

Die persönliche Erfahrung derjenigen, die gelernt haben, die äußere und die innere Welt zu trennen, beschreibt eine Veränderung der Atmosphäre in der Wohnung. Wenn man beginnt, seinem Partner nicht mehr Müdigkeit, sondern Interesse, nicht mehr Ärger, sondern Zuneigung entgegenzubringen, wird die Beziehung auf magische Weise verwandelt.

Sie werden für den anderen wieder zur Quelle der Freude, nicht des Stresses, und das zieht an, statt abzustoßen. Natürlich ist es unmöglich und unnötig, die ganze Zeit perfekt zu sein.

Es geht um grundlegenden Respekt und Fürsorge. Es geht darum, den geliebten Menschen nicht zum Testfeld für die eigene schlechte Laune zu machen.

Er verdient die gleiche Höflichkeit und Aufmerksamkeit wie ein zufälliger Mitreisender im Aufzug, aber tausendmal mehr, weil er Ihr wichtigster Mensch ist. Wenn Ihr bestes Ich nach Hause kommt, hört die Beziehung auf, ein Zeitfresser zu sein und wird zu dem, was sie sein sollte – ein Ort der Stärke, an dem Sie sich erholen können.

Man gibt sich gegenseitig nicht das, was vom Rest der Welt übrig geblieben ist, sondern das Erste und Beste. Und in diesem Austausch der besten Teile von euch selbst entsteht genau die Liebe, die nicht erschöpft, sondern füllt.

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Über Jamie Taylor

Jmenuji se Alexandra Flašarová a už od dětství jsem milovala sladkosti. Mým snem bylo stát se výrobkyní zmrzliny, ale osud mě zavedl jiným směrem. Moje vášeň pro pečení začala díky babičce. Právě ona mi dala první recepty a naučila mě, jak připravovat sladkosti. Od té doby jsem začala péct pro svou rodinu a moje dorty, koláče, štrúdly a dezerty měly vždy úspěch u blízkých i přátel. Přestože jsem milovala cukrářství, zvolila jsem si jinou profesi. Po škole jsem studovala finance a začala pracovat jako ekonomka. Pečení zůstávalo mým koníčkem, mou vášní. Osm let jsem pracovala na oddělení fakturace v solidní firmě, ale postupně jsem si uvědomila, že chci něco víc. V určitém okamžiku jsem se rozhodla opustit stabilní pozici a věnovat se tomu, co mi opravdu přináší radost.