Gewaschene und in Scheiben geschnittene Kartoffeln für Pommes frites oder Pfannkuchen schreien geradezu danach, direkt in Öl oder in die Pfanne zu kommen.
Doch die Feuchtigkeit, die nach dem Abspülen auf der Oberfläche zurückbleibt, wird zu einem tückischen Verbündeten, der dem Gericht den Hauptpreis stiehlt – eine goldene, trockene und knusprige Kruste, berichtet der Korrespondent von .
Wassertröpfchen, die auf heißes Öl treffen, verursachen eine sofortige heftige Verdampfung. Dadurch entsteht eine örtliche Dampfsperre, die verhindert, dass die Kartoffeln direkt mit dem Fett in Berührung kommen.
Anstatt gleichmäßig zu bräunen, fängt es an zu kochen und wird mit einer blassen, schlaffen und oft fettigen Schicht überzogen. Das Geheimnis für ein perfektes Ergebnis besteht darin, jede Scheibe vollständig zu trocknen.
Breiten Sie die Kartoffelscheiben in einer einzigen Schicht auf einem sauberen Küchentuch oder Papiertüchern aus und lassen Sie sie mindestens zehn Minuten lang liegen. Während dieser Zeit nimmt das Tuch nicht nur überschüssige Feuchtigkeit von außen auf, sondern zieht auch einen Teil der Oberflächenstärke heraus.
Eine noch effektivere Methode ist es, die Scheiben nach dem Abtupfen leicht mit einer kleinen Menge Stärke zu bestreuen. Dadurch wird die restliche Feuchtigkeit absorbiert und es bildet sich eine besonders dünne Schicht auf der Oberfläche, die sich im Öl in eine unglaublich knusprige, fast glasige Kruste verwandelt.
Diese Regel ist universell. Sie gilt für jedes Gemüse, das Sie braten möchten: Zucchini, Auberginen, Kürbis.
Je trockener die Oberfläche des Gemüses ist, bevor es auf die Hitze trifft, desto perfekter wird die Textur des fertigen Gerichts sein, und das Öl bleibt sauber und schäumt und spritzt nicht.
Wenn Sie diese paar Minuten Geduld aufbringen, erhalten Sie nicht nur Bratkartoffeln, sondern ein kulinarisches Meisterwerk mit einem Kontrast zwischen der knusprigen Schale und dem zarten, luftigen Kern. Dies ist der seltene Fall, dass Untätigkeit wichtiger ist als Handeln.
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