Schwarz gerösteter Knoblauch ist bitter und verdirbt das ganze Gericht.
Golden, durchscheinend – das ist das Ideal, aber es ist schwieriger zu erreichen, als es aussieht, berichtet ein -Korrespondent.
Das Geheimnis besteht darin, den Knoblauch in das Öl zu geben, wenn es bereits warm, aber noch nicht glühend ist. So haben die dünnen Oblaten Zeit, ihr Aroma abzugeben, verbrennen aber nicht in Sekundenschnelle.
In der mediterranen Küche wird der Knoblauch oft im Ganzen in Öl geröstet, ohne ihn zu schälen. Das duftende Öl wird dann als Dressing verwendet, und die aufgeweichten Zehen werden zu einer Soße oder einem Brotaufstrich gepresst.
Durch eine Presse gepresster Knoblauch verbrennt schneller als mit einem Messer geschnittener Knoblauch. Durch den austretenden Saft bleibt er am Boden kleben und färbt sich sofort schwarz, was ihm einen unangenehmen Bittergeschmack verleiht.
Wenn in einem Rezept roher Knoblauch verlangt wird, z. B. für eine Aioli-Soße, reiben Sie eine Schüssel vor dem Mischen mit einer Scheibe ab. Der Geschmack ist dann subtiler und nicht so aggressiv.
In Suppen und Eintöpfen gibt eine ganze Knoblauchzehe, die in die Brühe gegeben und vor dem Servieren entfernt wird, eine leichte Note, ohne die anderen Zutaten zu stören. Dies ist besonders wichtig in Ohr- oder Hühnerbrühe.
Ein gerösteter Knoblauchkopf ist eine besondere Delikatesse. Schneiden Sie die Spitze ab, besprühen Sie sie mit Olivenöl und wickeln Sie sie in Folie ein. In einer Stunde haben Sie eine süße, cremige Paste für Brot oder Fleisch.
In Marinaden wird der Knoblauch am besten mit der flachen Seite eines Messers zerdrückt und nicht gepresst. Auf diese Weise gibt er seinen Saft ab, wird aber nicht zu Brei, der dann auf dem Grill verbrennt.
Grüne Triebe im Inneren der Knoblauchzehe verursachen einen stechenden Nachgeschmack. Entfernen Sie sie, wenn Sie den Knoblauch roh oder ungekocht essen wollen.
Unterschiedlich geschnittener Knoblauch ergibt verschiedene Geschmacksrichtungen. Große Scheiben sind in einem Eintopf eher dezent, während ein feiner Würfel einen dichten geschmacklichen Hintergrund bildet.
Frischen Knoblauch kann man lange aufbewahren, indem man die Zehen schält und sie in einem sterilen Glas mit trockenem Wein oder Apfelessig übergießt. Eine solche Zubereitung ist monatelang haltbar.
Schwarzer Knoblauch, der mehrere Wochen lang fermentiert wird, verliert seine Schärfe und erhält einen Geschmack, der an Balsamico und Pflaumen erinnert. Er kann in einem Multikocher oder Reiskocher zubereitet werden.
Scheuen Sie sich nicht, Knoblauch mit unerwarteten Speisen zu kombinieren. Ein paar Zehen mit Weintrauben und Käse überbacken werden zu einem Gourmet-Snack, der Ihre Gäste überraschen wird.
In Backwaren, wie z. B. Knoblauchbrot, kann frischer Knoblauch klebrig werden. Besser ist es, ihn erst in Öl und Kräutern zu marinieren, bevor man ihn auf das Baguette streut.
Knoblauch, der in der Schale in einer trockenen Pfanne geröstet wird, lässt sich leicht schälen und nimmt eine nussige Note an. Er kann pur, mit Brot und Salz gegessen werden.
Der richtige Umgang mit Knoblauch ist das Zeichen eines aufmerksamen Kochs. Er sollte nicht schreien, sondern nur die anderen Stimmen im Gericht unterstreichen.
Versuchen Sie, eine separate kleine Pfanne nur für Knoblauch zu kaufen. Es scheint eine Kleinigkeit zu sein, aber es macht einen großen Unterschied.
Und denken Sie daran: Knoblauch sollte die Aromen vereinen, nicht über sie herrschen. Wenn er sich perfekt anfühlt, ist es, als gäbe es ihn nicht – das ist die höchste Kunst.
Lesen Sie auch
- Warum Ihr Käsebruch körnig wird: die Wissenschaft und die Kunst des selbstgemachten Käses
- Wie man das Feuer und die Glut bändigt: narrensichere Prinzipien für das perfekte Barbecue

