Haben Sie sich jemals gefragt, woher das „Bauchgefühl“ oder die Entscheidung auf leeren Magen kommt?
Die Wissenschaft findet die Antwort zunehmend nicht in den Windungen des Gehirns, sondern einen Meter tiefer – in den dunklen und feuchten Labyrinthen unseres Darms, berichtet der Korrespondent von .
Die Billionen von Bakterien, aus denen das Mikrobiom besteht, stehen über eine Hochgeschwindigkeitsautobahn – den Vagusnerv – in ständigem Dialog mit dem zentralen Nervensystem. Dieser Dialog findet in der Sprache der Chemie statt: Bakterien produzieren Neurotransmitter, darunter etwa 90 % des gesamten Serotonins, das als „Glückshormon“ bekannt ist.
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Wenn die Zusammensetzung Ihres inneren Ökosystems gestört ist, werden die Signale verzerrt, was sich nicht nur in Blähungen, sondern auch in grundloser Angst, Apathie oder Heißhunger auf bestimmte Nahrungsmittel äußern kann. Man denkt, es handele sich um eine Laune des Geistes, aber in Wirklichkeit ist es eine Voraussetzung für die Ansiedlung der Bakterien.
Die persönliche Erfahrung vieler Menschen, die mit dem Reizdarmsyndrom zu kämpfen haben, bestätigt diesen Zusammenhang: Auf die Behandlung beim Gastroenterologen folgt oft der Besuch bei einem Psychotherapeuten, denn das eine ohne das andere geht einfach nicht. Experten für Psychoneuroimmunologie vergleichen ein gesundes Mikrobiom mit einem gut gepflegten Garten, der seinen Besitzer vor inneren Stürmen schützt.
Die Vielfalt der Bakterienarten ist ein Schlüsselindikator für diese Gesundheit, und sie wird nicht durch Nahrungsergänzungsmittel aus der Dose, sondern durch eine reichhaltige und abwechslungsreiche Ernährung voller Ballaststoffe erreicht. Jede Portion Gemüse ist nicht nur Vitamine, sondern auch eine Investition in die Stabilität der Psyche.
Ultra-verarbeitete Lebensmittel, die reich an Zucker und künstlichen Zusatzstoffen sind, wirken wie ein giftiges Herbizid für den Garten. Sie befruchten aggressive und „schädliche“ Bakterienarten, die den Entzündungszyklus auslösen und Stresssignale an das Gehirn senden.
Wenn Sie Ihre Angst mit Keksen füttern, füttern Sie eine Armee, die diese Angst nur noch verstärkt und den Teufelskreis schließt. Die Taktik ist einfach: Um sich mit Ihrem zweiten Gehirn anzufreunden, müssen Sie es mit den richtigen Botschaften füttern.Fermentierte Lebensmittel, Grünzeug, Vollkorngetreide und ein Minimum an industriellem Fast Food – das ist nicht nur eine trendige HEA, sondern ein echtes Anliegen für Ihr geistiges Klima. Ihre morgige Stimmung hängt davon ab, was Sie heute auf den Teller bringen.
Seiner Intuition zu vertrauen bedeutet auch, dieser leisen, aber kraftvollen Stimme aus dem Inneren zu vertrauen.
Wenn Sie das nächste Mal einen unerklärlichen Energieabfall oder Reizbarkeit verspüren, sollten Sie sich vielleicht daran erinnern, was Sie zum Frühstück gegessen haben, anstatt Ihr Leben zu analysieren. Manchmal führt der Weg zu einem klaren Kopf über einen gesunden Magen.
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